Meine Werkstatt

Im Kellergeschoß unseres Hauses steht mir ein 20 qm großer Raum zur Verfügung, der von mir ausgiebig genutzt wird. Sowohl als Ort zur abendlichen Entspannung als auch - soweit dies hier möglich ist - zur Bewerkstelligung aller Arbeiten die zum Erhalt und der Modernisierung der häuslichen Einrichtungen dienen.
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Während meiner Jugendzeit war dieser Raum mein Partykeller, schon damals modernst ausgestattet mit raffinierter Beleuchtung. Lichtorgelgesteuerten Strahlern, Schwarzlicht und verschiedenen Wandlampen, zum Schummerlicht dimmbar. Passend plaziert im Boden eingelassen eine Neonröhre, der Schacht mit einer dicken Mattglasscheibe bedeckt. Eine Theke mit Barhockern fehlte ebensowenig wie die gemütliche Sitzecke mit schmuck gepolsterten Bänken und großem Tisch,    raumseitig begrenzt durch eine aus braunen Ziegeln bestehende Sichtmauer die mit einem aufgesetzten schwarzen Metallziergitter zur Decke hin ihren Abschluss fand. Schalter, Regler, Dimmer waren an eine eloxierte Aluplatte montiert und verkabelt, das Ganze gut bedienbar schräg in der Theke versenkt. Das sah nicht nur professionell aus sondern war es auch.   
Zum Räkeln und Kuscheln lagen schön bezogene Schaumstoffpolster und Kissen bereit.
Viel damals aktuelle Musik (heute Oldies) abgespielt auf einem Micro Seiki Plattenspieler   2 x 60 Watt! Sinus verstärkt mit einem Onkyo Receiver   
und zu Gehör gebracht mittels großer Baun Boxen.    Ein rückseitig verspiegeltes Getränke- und Gläserregal war wichtiges Inventar. Die Decke rot gestrichen, der Fußboden mit roten Teppichfliesen ausgelegt. Die Wände teils poppig tapeziert   oder mit dunkel gebeiztem Holz verkleidet das heute noch in gleichem Zustand sichtbar ist.
Zu den sog. Haus- oder Kellerbars die ich in verschiedenen Häusern schon gesehen habe, ausstaffiert mit abgewohnten Möbeln und meinem geradezu exklusiven natürlich beheizbarem Wohlfühlkeller bestand ein himmelweiter Unterschied. Leider fehlte etwas sehr Wichtiges. Ich hatte im Gegensatz zu meinen Freunden keine Freundin und war deshalb da unten eher traurig. Bis ich Ulrike kennenlernte.
“Da unten” haben wir uns verlobt  und ein neues unbekanntes Licht erhellte den Raum.  .
Zu viel späterer Zeit war mir jedoch anstelle des Partykellers eine Werkstatt im Haus wichtiger,
so dass dieser nur noch in der Erinnerung existiert.

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